Auf Kosten und im Auftrag der Herzoge Ernst II. (reg. 1772-1804) und August I. (reg. 1804-1822) von Sachsen-Gotha-Altenburg reiste Ulrich Jasper Seetzen in den Jahren 1803-1811 durch das Osmanische Reich und Arabien. Neben den Manuskripten, Kunstgegenständen, Herba-Belegen, Mineralien, Conchylien und Aegyptiaca interessierte sich der Mediziner und Botaniker auch für lokale Heilmittel. Er traf sich mit bekannten Heilpraktikern, notierte deren Heilmethoden und sammelte für die Gothaer Herzöge medizinisch-wissenschaftliche Abhandlungen, Messer zur Beschneidung (verschollen), Geräte zum Abfließen des Urins und eine Zange für chirurgische Zwecke sowie die Heilpflanzen aus der Region.
Kerstin Volker-Saad