Palästina
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Nach einjährigem Studium der orientalischen Sprachen in Konstantinopel bereiste Seetzen 1803 die Westküste Kleinasiens, zog mit einer Karawane nach Aleppo und Damaskus, von wo aus er, als muslimischer Bettler verkleidet, über den Antilibanon zu den Quellen des Jordan gelangte und auf der Westseite dieses Flusses, am Tiberiassee vorbei, weiter nach Süden vordrang, das Tote Meer umwanderte und von dort Bethlehem und Jerusalem erreichte.
Die in der Zeitschrift „Correspondenz' im Jahre 1810 veröffentlichte Karte von Palästina wurde nach Seetzens Handzeichnungen von L. Michaelis angefertigt und zeigt die von ihm bereisten Gebiete in verbesserter Form. So sind die Quellflüsse des Jordan und der Hermon als nord-südlich verlaufendes Kammgebirge richtig wiedergegeben. Wesentlich verbessert wurden die Umrisse des Toten Meeres, wenn auch die Nord-Süd-Ausdehnung noch zu gering und die Landzunge EI-Lisan zu schmal erscheinen. Groß ist die Anzahl neuer arabischer Namen, auf deren Übertragung ins Deutsche Seetzen viel Mühe aufwendete.
Bearbeitet von Kerstin Volker-Saad
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